Rahmenkonzeption für eine bei ihrer Arbeitsorientierung leistungsvernetzte ambulante Suchtrehabilitation

Für das Ziel einer verbesserten beruflichen Wiedereingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen mit einer Abhängigkeitsstörung wurde im Rahmen des Projekt Su+Ber eine Konzeption für eine „bei ihrer Arbeitsorientierung leistungsvernetzte ambulante Suchtrehabilitation“ entwickelt, die seit Anfang 2017 von der DRV BW anerkannt ist, sodass entsprechende Leistungen der am Projekt beteiligten Suchtberatungsstellen auch vergütet werden können.

Die suchtrehabilitativen Leistungen im Projekt Su+Ber sind verpflichtend eingebunden in ein Gesamtkonzept, das während eines Zeitraums von in der Regel 18 Monaten die entwicklungsorientierte Motivierung für Maßnahmen zur Verbesserung beruflicher Teilhabe, ein von allen mit dem Klienten direkt befassten Institutionen erstelltes Grobclearing für die Maßnahmeneignung, eine 6-8-monatige Arbeitsfördermaßnahme, möglichst die Vermittlung auf einen eigenständigen Arbeitsplatz und dann eine psychosoziale Stabilisierung in der neuen Arbeitssituation beinhaltet. Die Rahmenkonzeption beschreibt die Essentials und Grundlagen dieser integrierte und unmittelbar teilhabeorientierten Gesamtmaßnahme und die Zielsetzungen, Inhalte und Formen der spezifischen suchtrehabilitativen Leistungen im Kontext der Arbeitsfördermaßnahme. In der Rahmenkonzeption wurde auch mit Zustimmung der DRV BW eine für diese spezifische Rehabilitationsform passende Form der Leistungsdokumentation und der Leistungsabrechnung entwickelt. Die prozessbegleitende individuelle Rehabilitationsplanung konzentriert sich weniger auf eine aus gesundheitlicher Perspektive wünschenswerte Suchtmittelabstinenz, sondern orientiert sich an Themenbereichen wie Arbeitsfähigkeit, Konfliktverhalten, Selbststeuerung oder Umgang mit Alltagsbelastungen, die für eine nachhaltig wirksame berufliche Reintegration ausschlaggebend sind.

Die Konzeption können Sie hier einsehen (PDF).

Weitere Informationen zum Projekt „Su+Ber – Sucht und Beruf- Förderung der nachhaltigen Wiedereingliederung von langzeitarbeitslosen Abhängigkeitskranken in den Arbeitsmarkt“ finden Sie hier.