Die verschiedenen „Wertschätzungssprachen“

Sprache 1: Lob und Anerkennung

„Frau Maier, danke, dass Sie gestern länger geblieben sind und die Kostenkalkulation für unsere Wohngruppe „Amselweg“ fertiggestellt haben.“
„Herr Müller, die Jugendfreizeiten in diesem Jahr sind wirklich erfolgreich und reibungslos verlaufen. In diesen Planungs- und Vorbereitungsprozessen kann ich mich einfach voll und ganz auf Sie verlassen“.

Sprache 2: Zeit miteinander verbringen

„Frau Schulz, lassen Sie uns doch heute gemeinsam in der Kantine Mittagessen. Mich interessiert, wie ihr Urlaub auf Korsika war.“ 

Sprache 3: Geschenke, die von Herzen kommen

Jeder Mensch freut sich über eine kleine Aufmerksamkeit zu besonderen Anlässen: Ein kleines Geburtstagsgeschenk und Glückwünsche von Vorgesetzten und Kolleg/innen, eine süße Überraschung zum Nikolaustag oder neue Pflanzen, um den Pausenraum schöner zu gestalten – werden Sie kreativ….

Sprache 4: Hilfsbereit sein

„Frau Schulz, lassen Sie uns doch gemeinsam, die schweren Akten ins Archiv tragen“

Sprache 5: Berührung

Alle Kulturen  kennen irgendeine Form der Berührung, um das Gegenüber willkommen zu heißen. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl können  Sie mit einem Schulterklopfen oder einem festen Handschlag Ihre Wertschätzung ohne viele Worte übermitteln.

 

Fazit:  Durch Wertschätzung kann mit geringem Aufwand große Wirkung bei der  Motivation und der Gesundheit der Beschäftigten erreicht werden – beides wichtige Elemente für ein gut funktionierendes und leistungsfähiges Team und eine erfolgreiche soziale Einrichtung.

Die persönliche Haltung des Wertschätzungsgebers spielt dabei allerdings eine wichtige Rolle, da die Empfänger meist spüren können, welche Absicht damit verbunden ist: Wertschätzung die allein aus dem Verstand kommt verliert „unterwegs“ nachdrücklich an Wirkung, da sie meist auch nur den Verstand der Mitarbeiter/innen erreicht. Effektive Personalführung richtet sich daher gleichermaßen an Herz und Verstand.[1]

TIPP: Gründen Sie gemeinsam mit interessierten Mitarbeiter/innen eine  Projektgruppe, die sich mit dem Thema „Wertschätzung“, wertschätzender Organisationskultur und deren Umsetzung befasst. Durch die Einbindung der Mitarbeiter/innen in diesen Arbeitsprozess haben Sie bereits den Grundstein zu einer wertschätzenden Führungskultur gelegt und können im gemeinsamen Arbeitsprozess herausfinden, welche „Wertschätzungssprache“ bei Ihren Mitarbeiter/innen besonders geschätzt wird. Auch die Einführung eines Ideen- und Beschwerdenmanagements kann bei der Gestaltung einer wertschätzenden Arbeitsatmosphäre hilfreich sein.


[1] Vgl. Martin, Fischer: Wertschätzung: Haltungen und Verhaltensweisen. Wie Führungskräfte den „Wertschätzungstank“ ihrer Mitarbeiter füllen können,  http://www.perso-net.de/uploads/media/perso-net_Wertschaetzung_Fischer.pdf