Mentorenprogramme

Mentorenprogramme

Mentoring ist ein bewährtes Instrument bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter/innen oder der Personalentwicklung und fördert den Wissenstransfer innerhalb der Einrichtung. Eine erfahrene Person (Mentor) gibt ihr fachliches Wissen oder ihr Erfahrungswissen an eine unerfahrene Person (Mentee) weiter. Ziel ist es, den/die  Mentee bei seiner/ihrer persönlichen oder beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

Zentrale Mentoring- Aufgabe ist die Vermittlung von Sicherheit und Orientierung. Dazu gehören insbesondere:

  • Vertrautmachen der/des Mentee mit den formellen und informellen Strukturen, Regeln und  Arbeitskulturender Einrichtung
  • Einführung in Netzwerke
  • Unterstützung bei beruflichen und persönlichen  Fragen, Erweiterung der Kompetenzen und Förderung der Eigenverantwortung des Mentee (Parteilichkeit)
  • Entwicklung beruflicher Perspektiven in der Einrichtung[1]

 

Damit Mentoring funktionieren kann ist das „Matching“ von Mentor/in und Mentee ausschlaggebend.

Die Beziehung zwischen den beiden Personen sollte von Freiwilligkeit, Vertraulichkeit und beiderseitiger Motivation geprägt sein.

Wichtig ist vor allem, dass Mentor/in und Mentee nicht in einer direkten Arbeitsbeziehung stehen.

Bei der Wahl bzw. Vermittlung einer Mentoring-Partnerschaft gilt außerdem:

  • Möglichst ähnlicher beruflicher Hintergrund von Mentor/in und Mentee
  • Mentor/in verfügt über großen Erfahrungsschatz/bedeutende Rolle in der Organisation
  • Räumliche Nähe von Mentor/in und Mentee
  • Passende Persönlichkeiten
  • Abstimmung von Kompetenzen von Mentor/in und dem Bedarf des/der Mentee[2]

 

Neben den persönlichen Voraussetzungen sollten in den Einrichtungen auch gewisse Bedingungen und Arbeitsgrundlagen für das Mentoring geschaffen und beachtet werden. Das sind:

  • Entwicklung eines institutionsspezifischen Mentoring-Programms, das auch auf Führungsebene unterstützt wird.
  • Notwendigen Zeitressourcen für das Mentoring werden im Unternehmen zur Verfügung gestellt.
  • Informeller Erstkontakt, bei dem sich Mentor/in und Mentee kennenlernen können
  • Abschluss einer Mentoring-Vereinbarung (meist zwischen Mentee, Mentor/in und direkte/r Vorgesetzte/r)
  • Abschluss einer Zielvereinbarung (Mentee-MentorIn)

 

In der Mentoring-Vereinbarung sollten folgende Elemente enthalten sein:

  • Ziel des Mentoring – konkret und realistisch.
  • Dauer des Mentoring
  • Häufigkeit, Art und Ort des Kontaktes – z.B. 1 bis 2 x im Monat/in der Woche ein persönliches Gespräch, dazwischen Telefonate, E-Mails, etc.
  • „Verschwiegenheitsklausel“ – Informationen und Daten, die im Rahmen des Mentoring ausgetauscht werden müssen vertraulich behandelt werden.
  • Modalitäten eines Ausstiegs – die persönliche Vereinbarung ermöglicht jederzeit ein Abbrechen der Mentorings
  • Aufteilung der Verantwortlichkeiten Mentor – Mentee

 

Vorteile des Mentoring

Mentorenprogramme stellen immer eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar!

 

Der/Die Mentee gewinnt

  • Individuelle Förderung und Unterstützung
  • Einführung in Netzwerke

 

Der/die Mentor/in gewinnt

  • Erwerb von Schlüsselqualifikationen
  • Anerkennung und Wertschätzung

 

Die Einrichtung gewinnt

  • Erfahrungswissen verbleibt in der Einrichtung
  • Entwicklungsprozesse werden ermöglicht[3]


[1] Quelle: Projekt ERiS – Erfolgschancen in der Sozialwirtschaft, Einführung neuer MitarbeiterInnen, Mentoring
[2] Quelle: Regionales Mentoring für Frauen in Niederösterreich http://www.regionalesmentoring.at/konzept/ablauf.html
[3] Quelle: Projekt ERiS – Erfolgschancen in der Sozialwirtschaft, Einführung neuer MitarbeiterInnen, Mentoring