Social Media

Social Media sind Soziale Netzwerke und Gemeinschaften im Internet (Web 2.0), die als Plattform zum interaktiven  Austausch von Meinungen, Erfahrungen und Eindrücken genutzt werden.  Durch Kommentare, Bewertungen oder Empfehlungen zu Personen und deren veröffentlichten Inhalten (Fotos, Videos, Blogs) bauen die Nutzer/innen soziale Beziehungen zueinander auf und pflegen diese aktiv. Gerade bei Jugendlichen sind soziale Netzwerke wie Facebook oder Schüler-VZ sehr beliebt und wichtiger Bestandteil in Alltag und Freizeit. 92 Prozent der 13-17 Jährigen sind täglich beziehungsweise mehrmals in der Woche online und 88% Prozent der 13-17 Jährigen nutzen aktiv die verschiedenen sozialen Netzwerke.

Auch für Beruf und Karriere gewinnen soziale Netzwerke (Karrierenetzwerke)  immer mehr an Bedeutung. So nutzen Berufseinsteiger/innen, Fach- und Führungskräfte diese Plattformen gezielt  für Vernetzung und Austausch mit Firmen und/oder  deren Mitarbeiter/innen, um die eigene berufliche Karriere voranzubringen. Das bekannteste, deutsche  Netzwerk dieser Art ist das Bussinessnetzwerk Xing.

Bei der Positionierung sozialer Unternehmen als attraktive Arbeitgeber (Arbeitgebermarke) oder auf der Suche nach passendem Personal sind Onlinenetzwerke von hoher Bedeutung, vor allem dann, wenn junge Menschen für soziale Berufe gewonnen werden sollen.

 

Vorteile von Social Media im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit und  Mitarbeitergewinnung:

  • Verbreitung und Weiterempfehlung von Informationen erfolgt schnell und weitreichend
  • potenzielle jüngere Bewerber/innen  (Absolvent/innen, Auszubildende, Young Professionals) werden angesprochen
  • Möglichkeit mit Kunden/Partnern/Interessenten in direkten Kontakt und unmittelbaren Dialog zu treten.
  • geringe Kosten

 

Stolpersteine und  Praxisempfehlungen:

Eine Facebook-Seite und ein Twitter-Account sind zwar schnell eingerichtet, aber ein “Schnellschuss” kann auch leicht nach hinten losgehen.

Denn:

  • alle Informationen, sind es  auch noch so kleine Informationsschnipsel, können im Netz langfristig gefunden werden.
  • Die Reichweite und Halbwertzeit einer fehlerhaften Nachricht innerhalb eines Netzwerkes ist nicht zu unterschätzen.

Deshalb sollten Inhalte, die auf Facebook, Xing und anderen Netzwerken veröffentlicht werden gut durchdacht und Teil einer Strategie sein.

Zentrale Fragen bei der Erarbeitung einer Strategie zur Nutzung von Social Media  sind:

  • Was soll kommuniziert werden?
  • Wer soll angesprochen werden?
  • Welche Ziele werden damit verfolgt?
  • Wie ist auf Kritik, Lob und Fragen zu reagieren?

Im nächsten Schritt sollten Regeln für den internen Umgang der Einrichtung mit Social Media erarbeitet werden.

Diese Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Was darf, was soll, was darf nicht kommuniziert werden?
  • Auf welche Art und Weise soll kommuniziert werden?
  • Wer ist in der Einrichtung dafür zuständig?
  • Wer überwacht die Aktivitäten (Social Media Monitoring)?
  • Welche Kanäle sind gestattet (Fotos, Videos usw.)?[1]

Vertiefende Informationen zum Einsatz von Social Media bietet die kostenlose Broschüre von  BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V

Herunter zu laden unter:

http://www.bitkom.org/files/documents/Leitfaden_Social_Media.pdf



[1] Quelle: RKW Komeptenzzentrum, Praxismaterialien, 2. Arbeitgeberattraktivität – Handlungsfelder für das Personalmanagement, August 2011