INSA Integration straffälliger Frauen und Männer in Arbeit

Ein transnationales Projekt

Straffällige und von Straffälligkeit bedrohte Menschen sind häufig von (Langzeit-) Arbeitslosigkeit betroffen und haben sehr schlechte Chancen auf eine Integration am Arbeitsmarkt. INSA bietet eine gezielte Förderung in Bezug auf die Beschäftigungsfähigkeit und leistet damit einen Beitrag zu gelungener nachhaltiger Resozialisierung. Im Rahmen transnationaler Arbeitstreffen sollen die Angebote reflektiert und erweitert werden.

Projektziele:

INSA will für die teilnehmenden Frauen und Männern eine realistische berufliche Perspektive entwickeln. Durch individuelle Beratung und Alltagsbegleitung werden die Teilnehmenden stabilisiert und sie verbessern im Projekt ihre Beschäftigungsfähigkeit und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bei allen Aktivitäten und Projektangeboten stehen die Ressourcen der Teilnehmenden im Vordergrund. Gemeinsam werden Wege  in eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt erarbeitet. Die Stabilität der Beschäftigungsverhältnisse wird durch eine intensive Begleitung im Job erhöht.

Ein weiteres Ziel besteht darin, im Austausch mit drei  transnationalen Partnern aus Italien und Frankreich die Praxis zu reflektieren und Anregungen für die Praxis der Straffälligenhilfe und  der Arbeitsintegration zu gewinnen.

Zielgruppe:

INSA richtet sich an Strafentlassene, Straffällige und von Straffälligkeit bedrohte arbeitslose Menschen.

Aktivitäten/Angebote:

Im Fokus des Angebots steht die Qualifizierung der straffälligen Menschen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit in Form von Kompetenztrainings und praktischer Arbeitserfahrung. Einen hohen Stellenwert hat auch die Tagesstruktur, die durch die Beschäftigung ermöglicht  wird. In persönlichen Gesprächen werden individuelle Problemstellungen wie Suchtproblematik, Probleme im sozialen Umfeld aber auch Schuldenfragen bearbeitet. Mit Hilfe intensiver Vernetzung mit den anderen Akteuren im lokalen Hilfesystem sollen Brüche in der Begleitung und Förderung der Teilnehmenden vermieden werden.

Im Anschluss an die erfolgreiche Vermittlung in Arbeit werden die Teilnehmenden im Job begleitet, um die Nachhaltigkeit zu erhöhen.

Durch den Besuch von Einrichtungen der Straffälligenhilfe  in Italien und Frankreich sollen neue Impulse für die  Arbeit gewonnen werden. Als Abschluss der internationalen Zusammenarbeit wurde mit allen Partnern im Mai 2014 ein Fachtag geplant und durchgeführt. Hier finden Sie Informationen zum Fachtag und Ergebnisse.

Unsere Partner:

INSA ist ein Kooperationsprojekt  mit den drei Partnern

Als transnationale Partner engagieren sich in INSA:

  • die Justizvollzugsanstalt in Volterra
  • die Caritas Diözese Bozen-Brixen
  • das l’atelier, centre de formation in Straßburg

Mit diesem Video können Sie einen Einblick in die Projekte mit Straffälligen der Justizvollzugsanstalt in Volterra bekommen:

Fördergeber:

Das Projekt wird als landeszentrales ESF-Projekt mit Unterstützung des Justizministeriums und des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württembergs aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Justizministerium Baden-WürttembergSozialministerium Baden-WürttembergEuropäischer Sozialfonds in Baden-Württemberg

Kontakt: Berndt Korten