Blick in eine Holzwerkstatt, mit Werkzeugen wird ein Balken bearbeitet

NIFA plus

Förderung

Das Projekt „NIFA plus: Netzwerk zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten“ wird, vorbehaltlich des noch ausstehenden Bewilligungsbescheids, im Rahmen des Programms „WIR − Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Herausforderung: Jobsuche auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Geflüchtete sind mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Sind die Grundbedürfnisse gesichert steht für Viele die Suche nach einem Job an. Sich einen Überblick über den Arbeitsmarkt, die Chancen und Möglichkeiten zu verschaffen fällt alleine oft schwer. Sind die Strukturen des Arbeits- und Ausbildungssystems im Herkunftsland anders, muss man sich mit den hier geltenden Rahmenbedingungen erstmal vertraut machen. Auch die Frage des Aufenthalts, sowie das Vorliegen einer Arbeitserlaubnis müssen geklärt werden. Weitere Fragen stellen sich: Welches Sprachniveau ist für welche Ausbildung Voraussetzung? Kann ich mit meiner Berufsausbildung hier auch in diesem Beruf arbeiten? Kann ich mit meiner Schullaufbahn eine Ausbildung oder ein Studium beginnen? Wie ist die Kinderbetreuung geregelt? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? An wen wende ich mich? Daher ist es besonders hilfreich eine individuelle Beratung zur Berufswegeplanung zu erhalten. Diese bezieht die aufenthaltsrechtliche Situation ebenso wie die persönlichen Stärken und Herausforderungen, auch im privaten Umfeld, mit ein.

Da die arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Regelungen sehr komplex sind, ist auch der Bedarf an fachlicher Beratung für Multiplikator*innen groß. Arbeitgeber*innen haben Fragen dazu, wie sie Geflüchtete einstellen können oder was es mit einer Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung auf sich hat. Ehrenamtliche möchten wissen, wie sie Geflüchtete bei der Sicherung ihres Aufenthalts durch nachhaltige Integration oder der Suche nach einem Arbeitsplatz unterstützen können. Und auch für Jugend- und Schulsozialarbeiter*innen stellen sich Fragen nach Möglichkeiten Geflüchtete beim Übergang ins Berufsleben zu unterstützen. Auch hier steht NIFA plus beratend zur Seite.

Projektziel ist daher zum einen die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter durch teilnehmendenbezogene, individuelle Maßnahmen und zum anderen die Verbesserung des Arbeitsmarktzugangs durch strukturelle Maßnahmen. Durch die Beteiligung vieler verschiedener Akteur*innen können so ganzheitliche Förderketten geschaffen und lokale Angebotsstrukturen verbessert werden.

passgenaue teilnehmendenbezogene Maßnahmen

5 Stufen der Beratung in NIFA plus

strukturelle Maßnahmen

strukturelle Maßnahmen in NIFA plus

Projektangebot

Als überregionaler Netzwerkverbund beraten und begleiten wir Geflüchtete an den Standorten Stuttgart, Pforzheim sowie den Landkreisen Tübingen Hohenlohe- und Main-Tauber auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt. Um stufenweise und nachhaltig die Aufnahme einer Beschäftigung oder Ausbildung zu fördern, liegt bei uns die individuelle, längerfristige Begleitung im Fokus. Dazu gehören arbeitsmarktbezogene Beratung und Berufsorientierung, sowie die Berücksichtigung der besonderen Lebenslagen der Zielgruppe. Ganz besonders achten wir auf die langfristige Begleitung auch über eine Vermittlung hinaus. Durch den Kontakt zu den Geflüchteten wie auch den Arbeitgeber*innen, kann bei Problemen rechtzeitig Unterstützung gesucht werden. So wird Abbrüchen vorgebeugt und eine nachhaltige, langfristige Integration in den Arbeitsmarkt gefördert.  
Ebenfalls in den Blick nehmen möchten wir den Erhalt, die Erhöhung und die Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit von Geflüchteten.

Bestimmte Themenfelder sollen in NIFA plus dabei stärker fokussiert und mit spezifischen Maßnahmen gefördert werden.

Angedacht sind gezielte Maßnahmen in den Kontexten:

  • Übergang Schule-Beruf
  • Frauen mit Fluchterfahrung
  • Ganzheitlicher familienorientierter Ansatz
  • Längerfristige Begleitung (auch nach Vermittlung) für nachhaltige Arbeitsmarktintegration
  • Flucht und Behinderung/Inklusion
  • Ländlicher Raum
  • Geflüchtete

    Zielgruppe der passgenauen individuellen Maßnahmen sind Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis, Personen mit einer Aufenthaltsgestattung sowie Personen mit einer Duldung, die keinem absoluten Arbeitsverbot unterliegen; temporäre Arbeitsverbote sind unschädlich.

    zu den Angeboten
  • Multiplikator*innen

    Zielgruppe der strukturellen Maßnahmen sind Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, Betriebe sowie sonstige Stellen, die mit der Geflüchteten in Kontakt stehen. Zu diesen Multiplikator*innen gehören Haupt- und Ehrenamtliche, Arbeitgeber*innen und Betriebe, aber auch Berufsschullehrer*innen und Mitarbeitende der Arbeitsverwaltungen.

    zu den Angeboten

Ansprechperson

eine junge Frau in einem hellblauen Pullover hat die Arme verschränkt und schaut lächelnd in die Kamera
Katharina Weber
0151 46149966
Frau mit langen dunklen Haaren, grünem Oberteil, grauer Jacke und Brille
Christine Specht
Mittelverwaltung
0160 94813213