bella+ Beratung, Unterstützung und Ausstiegsbegleitung von Frauen in der Armutsprostitution

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Die Fördergeber:

Das Projekt „bella+ Beratung, Unterstützung und Ausstiegsbegleitung von Frauen in der Armutsprostitution“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) gefördert.

 

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Unser Ziel:

Das Projekt bella+ unterstützt Frauen in der Armutsprostitution und berät sie zu den unterschiedlichsten Problemlagen.

Ziele der Beratung, Unterstützung und Begleitung sind v.a. die psychische Stabilisierung und das Empowerment der Frauen, Hilfe bei akuten Problemen, Vermittlung an geeignete Stellen im Hilfesystem sowie Unterstützung im Rahmen eines Ausstiegs aus der Prostitution.

Die Zielgruppe:

Das Projekt richtet sich an Frauen, die in Stuttgart der Armutsprostitution nachgehen und die einen Beratungs- und/oder Unterstützungsbedarf haben.

Hauptsächlich werden durch das Projekt neuzugewanderte EU-Bürgerinnen, die hier der Armutsprostitution nachgehen, angesprochen. Aber auch deutsche Frauen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, können sich an die Beraterinnen wenden.

Die Situation der Frauen, die sich in Deutschland prostituieren, ist oft geprägt durch multiple Problemlagen: zusätzlich zu den meist finanziellen Nöten kommen eine prekäre Wohnsituation, gesundheitliche Beschwerden, fehlende Krankenversicherung, Suchterkrankungen, familiäre Schwierigkeiten, (ungewollte) Schwangerschaften, psychische Instabilität, fehlende Deutschkenntnisse, usw.

Unsere Angebote und Aktivitäten:

Durch einen niederschwelligen Zugang (Streetwork) werden die Frauen über Hilfsangebote informiert und ihnen Beratung und Unterstützung angeboten.

Die Frauen können einen persönlichen Termin mit den Beraterinnen von bella+ vereinbaren oder zur Kontaktzeit und Sprechstunde ins Café La Strada kommen. Es findet auch verstärkt aufsuchende Arbeit statt.

Die Beraterinnen von bella+ kennen sich im Stuttgarter Hilfesystem aus und können so auf die unterschiedlichsten Problemlagen der Frauen reagieren bzw. sie an passende Angebote verweisen und sie bei Bedarf dorthin begleiten. Bei Ausstiegswünschen der Frauen ermitteln die Beraterinnen mit den Frauen deren Möglichkeiten und unterstützen sie bei den weiteren Schritten zum Ausstieg aus der Prostitution.

Die Beratung der Frauen erfolgt kostenlos, anonym und vertraulich.

Die Beraterinnen decken selbst einige Sprachen ab (Deutsch, Bulgarisch, Spanisch, Russisch und Englisch) und wenn erforderlich werden Sprachmittlerinnen hinzugezogen (bspw. für Rumänisch, Ungarisch).

DAS ANGEBOT UMFASST:

  • Beratung bei gesundheitlichen, sozialen und rechtlichen Problemen
  • Vermittlung in weiterführende Angebote
  • Begleitung zu Ämtern, Behörden, Ärzt*innen, etc.
  • Gespräche und gemeinsames Erarbeiten von Perspektiven und Lösungen
  • Hilfe beim Ausstieg aus der Prostitution
  • Bei Bedarf Unterstützung bei der Rückkehr ins Heimatland

Mehrsprachige Informationen über das Angebot erhalten Sie hier.

 Unsere Partner:

Das Projekt bella+ ist ein Verbundprojekt folgender Projektpartner:

  • Werkstatt PARITÄT gemeinnützige GmbH,
  • LAGAYA e.V. und
  • Caritasverband für Stuttgart e.V.

bella+ wird in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Stuttgart durchgeführt.

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Weitere Informationen:

Tiefergehende Eindrücke über die Arbeit aus drei Jahren Bella (Vorgängerprojekt) und über die ersten Erfahrungen aus bella+ finden Sie in diesem Bericht.

Kontakt: Julia Sverak