NIFA – Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit

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Die Fördergeber:

Das Projekt „NIFA- Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit“ wird vom 01.07.2015 bis zum 31.12.2020 im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt „Integration von Asylbewerberinnen, Asylbewebern und Flüchtlingen (IvAF)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

bmas_c_m_rgb            Europäischer Sozialfonds für Deutschlandeu_logo_2014_rgb_72ppi20160916_claim_integrationsrichtlinie

Unser Ziel:

Der Schlüssel zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft und der Grundstein für ein selbstständiges Leben ist die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung. Doch die aufenthalts- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen sind sehr komplex und erfordern besondere Beratungs- und Unterstützungsangebote sowohl für Flüchtlinge als auch für Arbeitgeber*innen und Multiplikator*innen.

Das Projekt „NIFA – Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit“ hat sich daher das Ziel gesetzt, die Beschäftigungsfähigkeit von Flüchtlingen mit Arbeitsmarktzugang durch individuelle Maßnahmen zu erhöhen und sie nachhaltig bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen sowie die Zugänge zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt strukturell zu verbessern.

Im ursprünglichen Projektzeitraum 01.07.2015 bis 30.06.2019 sollten 1.838 Personen mit Fluchthintergrund, davon 558 Frauen und 644 Jugendliche bis 27 Jahre, bei ihrer Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. Das Ziel war 45% davon erfolgreich in Arbeit, Ausbildung und schulische Bildung zu vermitteln.

Zum Stichtag 30.06.2019 sieht es so aus, dass die geplante Teilnehmendenzahl von 1.838 übertroffen wurde: 1.393 Männer und 530 Frauen wurden bei ihrem individuellen Weg in den Arbeitsmarkt unterstützt und begleitet. Von den 1.923 Personen haben rund 489 erfolgreich eine Arbeit und 209 eine Ausbildung aufgenommen, weitere 52 holen ihren schulischen Bildungsabschluss nach. Dies entspricht aktuell einer Vermittlungsquote von 39%.

Die Arbeitsmarktintegration ist jedoch ein längerer Prozess und bereits zuvor mussten zahlreiche Schritte unternommen werden: 254 Teilnehmende wurden bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen und 322 bei der Sprachförderung unterstützt. 202 Personen in Praktika, 28 in Einstiegsqualifizierungen und 12 in FSJ/BfD vermittelt. Vieles weitere lässt sich nicht quantifizieren.

Das BMAS hat mittlerweile die Weiterführung von NIFA bewilligt, sodass NIFA die erfolgreiche Arbeit mit der Verlängerung bis Ende 2020 fortsetzen kann. Hier stehen die Nachhaltigkeit der Integration sowie das Empowerment der Zielgruppe, insb. von Frauen und Geduldeten, im Fokus.

Durch die Aufnahme weiterer Teilprojekte in der Region Hohenlohe-Main-Tauber im Januar 2020 wird NIFA mit 14 Projektpartner*innen bundesweit das größte IvAF-Netzwerk unter den bestehenden 40 Projektverbünden. Eine besondere Anerkennung der bisherigen Erfolge und eine besondere Verantwortung.

Die Zielgruppe:

Die Teilnehmendengruppe des Projekts umfasst Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung, Duldung und Aufenthaltserlaubnis mit mindestens nachrangigem Zugang zum Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig richtet sich das Projekt an Akteur*innen im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen, bspw. Ehrenamtliche, Integrationsmanager*innen, Berater*innen von JMD und MBE, Mitarbeitende der Arbeitsagenturen und Jobcenter, Arbeitgeber*innen und Personaler*innen aus Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und Kammern sowie weitere Multiplikator*innen.

Unsere Angebote und Aktivitäten:

NIFA bietet sowohl Beratungs- und Unterstützungsangebote direkt für Geflüchtete in der Projektregion als auch für Arbeitgebende, Multiplikator*innen sowie Ehrenamtliche überregional an.

Das Angebotsspektrum für Geflüchtete an den NIFA-Projektstandorten umfasst:

  • Information und Beratung zu beruflichen und schulischen Möglichkeiten
  • Kompetenzfeststellung und Potenzialanalyse
  • Vermittlung in (berufsbezogene) Sprachförderung, Bildungs- und Qualifizierungsangebote
  • Unterstützung bei der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen
  • Einzelcoaching, Berufsorientierung und Bewerbungstraining
  • Unterstützung bei Stellensuche und Bewerbungsmanagement
  • Passgenaue und nachhaltige Vermittlung in Praktika, Ausbildung, Arbeit und schulische Bildung sowie Begleitung nach Vermittlung zur Vermeidung von Abbrüchen

Für freiwillig Engagierte bietet NIFA:

  • Individuelle Fachberatung per Telefon oder E-Mail
  • Qualifizierung und Begleitung im Rahmen der „Ausbildungs- und Jobpatenschaften für Flüchtlinge“
  • Bereitstellung von Infomaterialien und Broschüren

Außerhalb der Projektregion bietet NIFA zudem folgende Unterstützung für Betriebe, Unternehmen, Verwaltungen und Kammern, sowie Multiplikator*innen an:

  • Fachberatung in Bezug auf Aufenthaltsstatus, Zugang zum Arbeitsmarkt und Ablauf des möglicherweise notwendigen Arbeitserlaubnisverfahrens sowie etwaige Bleibeperspektiven wie Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung
  • Schulungen für verschiedene Zielgruppen zu Fragen rund um den Arbeitsmarkt- und Bildungszugang, Fördermöglichkeiten sowie etwaige Bleibeperspektiven wie Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung, z.B.:
    • Schulung für Integrationsmanager*innen in Baden-Württemberg
    • Schulungen für Mitarbeitende der Arbeitsverwaltung in Baden-Württemberg
  • Sensibilisierung und Bereitstellung von Infomaterialien und Broschüren bezüglich des Zugangs zum Arbeitsmarkt, zu Fördermöglichkeiten und Bleiberechtsregelungen

 Unsere Partner:

Der Projektverbund besteht aus 11 Partnerorganisationen aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Flüchtlings-, Bildungs- und Beratungsarbeit in der Region Stuttgart, Tübingen und Pforzheim. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt Netzwerk Bleiberecht und kooperiert eng mit strategischen Partnerinnen und Partnern wie Wirtschaftskammern, Agenturen für Arbeit, Verwaltungen, Betrieben und Unternehmen.

Ab Januar 2020 gehören im Auftrag des BMAS drei weitere Teilprojekte in der Region Hohenlohe-Main-Tauber zu NIFA, da ein anderes IvAF-Netzwerk nicht verlängert. Somit wird die erfolgreiche NIFA-Arbeit ausgeweitet, bereits erfolgte Integrationsarbeit nachhaltig gesichert und Beschäftigungsverhältnisse stabilisiert.

 

20160229_Logo_AGDW.wmf
Arbeitsgemeinschaft Eine Welt e.V. Stuttgart
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Asylzentrum Tübingen e.V.
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BruderhausDiakonie
20160218_Logo_EVA
Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.

 

 

 

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Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e.V.

 

20160215_Logo_JCTU
Jobcenter Tübingen
gbe Logo 6
Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim
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Jobcenter Pforzheim

 

 

20160215_Logo_JCS
Jobcenter Stuttgart

 

Druck
Stadt Pforzheim

 

 

Weitere Informationen:

Projektleitung Kirsi-Marie Welt oder auf der Projekthomepage