Workshop: Sexarbeit und Arbeitsmigration aus dem östlichen Europa
“SELMA - Sensibilisierung und Empowerment für Menschen in der Prostitution” ist ein überregionales Kooperationsprojekt der Werkstatt PARITÄT. Es wird gemeinsam mit der Aidshilfe Tübingen-Reutlingen (Beratungsstelle PROUT) und Arkade (Beratungsstelle MISA) umgesetzt. Das Projekt SELMA wird im Rahmen des Programms „EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
SELMA verfolgt zwei Ziele: Eine dem Empowerment-Ansatz verpflichtete niedrigschwellige Verweisberatung für Menschen in der Prostitution/Sexarbeit. Sowie eine der Anti-Stigma-Arbeit verpflichtete Öffentlichkeits- und Sensibilisierungsarbeit hinsichtlich des Themenfelds Prostitution/Sexarbeit.
Der Workshop richtet sich an: Mitarbeiter*innen des Hilfesystems (bspw. Jobcenter, Gesundheitsamt, Ordnungsamt, Fachberatungsstellen) und der Polizei, medizinisches Fachpersonal (bspw. Ärzt*innen, Hebammen), Studierende, Bufdis sowie die interessierte Öffentlichkeit
Inhalte des Workshops:
- Was ist „Osteuropa“? Europäische Ost-West-Dichotomien, historische Verflechtungen und die mediale Konstruktion einer Region
- „Die osteuropäische Prostituierte“: Polarisierte Diskurse und stereotype Bilder
- Migrant*innen aus dem östlichen Europa in der Sexarbeit in Deutschland: Lebensrealitäten und Motivationen
- The bigger picture: Arbeits- und Geschlechterverhältnisse in Europa
Referent*in: Dr. Ursula Probst ist als Sozial- und Kulturanthropologin an der FU Berlin tätig. Sie beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen prekären Arbeitsverhältnissen, der Konstruktion und Rassifizierung von "Osteuropäer*innen", Arbeitsmigration und sexuellen Ökonomien. Sie hat lange zu Sexarbeit in Berlin geforscht und dazu im Jahr 2023 das Buch "Prekäre Freizügigkeiten" veröffentlicht.
Ansprechperson