Automobil

Förderung

Das Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert

Beratung trotz Kontaktbeschränkungen

Das Projekt Mobile Teams will Betroffene erreichen, die während der Corona-Pandemie in eine besondere Notlage geraten sind. Ihr Zugang zu Beratung und Hilfe wird durch flexible, wohnortnahe, virtuelle oder aufsuchende Angebote geebnet. Es beteiligen sich 22 Träger spezialisierter Fachberatungsstellen an dem durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg geförderten Projekt.

Die staatlichen Notbremsen zur Eindämmung der Pandemie bedeuten für die Zielgruppen Schutz und Gefährdung zugleich: Erste Studien belegen den Anstieg von körperlicher und sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Kinder im familiären Kontext während der Coronapandemie. Durch Lockdown, Kurzarbeit, Kita- und Schulschließungen leben sie in einer außergewöhnlichen familiären Enge. Finanzielle Sorgen, Zukunftsängste oder Quarantäneanordnungen verschärfen gewaltauslösende Momente. Gleichzeitig ist der Weg zu professioneller Hilfe erschwert: zum einen verhindert die Kontrolle der gewaltausübenden Person eine Kontaktaufnahme zu einer Fachberatungsstelle. Zum zweiten gibt es häufig kein Angebot vor Ort, insbesondere der ländliche Raum ist unterversorgt. Und Beratungstermine in der nächsten Stadt lassen sich kaum realisieren, wenn Kinder unbetreut zuhause sind.

Die 22 spezialisierten Fachberatungsstellen, die sich überall im Land am Projekt beteiligen, entsenden insgesamt 24 Mobile Teams in die Fläche. Somit arbeiten sie nah an den Betroffenen und auf allen Kanälen. Mit Hilfe von Außenstellen im ländlichen Raum, Walk and Talk, Beratungs-Automobilen, aufsuchender Arbeit – auch in Social Media-Kanälen und Online-Veranstaltungen mit Kooperationspartner*innen stärken sie wirkungsvoll direkt in der Pandemie die Versorgung in Baden-Württemberg.

Informationsmaterial

Vorgestellte Zwischenbilanz beim Pressegespräch am 06.09.2021

Kontaktdaten der Mobilen Teams

Projektangebot

Zielgruppen

  • Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind
  • Frauen, die von häuslicher Gewalt und Stalking betroffen sind
  • Prostituierte
  • Opfer von Menschenhandel
  • Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind
  • Angehörige und Unterstützungspersonen

 

Projektträger
22 Träger von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen in Baden-Württemberg, die bereits in den Feldern häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Beratung von Prostituierten und Opfern von Menschenhandel arbeiten mit insgesamt 24 Mobilen Teams.

Laufzeit
01.11.2020 – 31.12.2022

Projekterfolge

Handlungsfelder Prostitution und Menschenhandel

24
Mobile Teams
über 500
beratende Frauen
900
Beratungsgespräche
200
Beratungen für Angehörigen der Frauen
800
Kooperationsgespräche mit Expert*innen
90
Veranstaltungen
über 300
Beratungen, überwiegend für Frauen

Handlungsfelder häusliche und sexualisierte Gewalt

200
Beratungen für gewaltbetroffene Frauen
550
Beratungsgespräche
150
Beratungen für Angehörige
450
Kooperationsgespräche mit Expert*innen
50
Veranstaltungen

Ansprechperson

Foto Sommerfeld
Margarita Sommerfeld
0711 2155 417
0160 6555505
Foto von Paula Beckert
Paula Beckert
Buchhaltung und Projektassistenz
0711 2155 421